MOTORRAD AUSRÜSTUNG: WAS BRAUCHE ICH FÜR DIE FAHRPRÜFUNG?

BASIC BIS HIGH-END: PRÜFUNGSTAUGLICHE MOTORRADBEKLEIDUNG DIE IM BIKER-ALLTAG ÜBERZEUGT

Es sind nur noch zwei Sonderfahrten bis zur fahrpraktischen Prüfung, aber im Kleiderschrank glänzen Motorradhose, Lederjacke und Stiefel und Co. noch mit Abwesenheit. Die Zeit drängt. Denn spätestens nach der Prüfung kannst Du nicht mehr auf die Leih-Montur zurückgreifen, die Dir Deine Fahrschule stellt. Hinzu kommt: Einige Fahrlehrer bestehen sogar darauf, dass Du ab der ersten Fahrstunde zumindest einen eigenen Motorradhelm und geeignete Motorradstiefel mitbringst. Da trifft es sich gut, dass ein kompletter Satz Motorradbekleidung von POLO kein Vermögen kosten muss. Welche Schutzbekleidung gesetzlich vorgeschrieben ist, was sie kostet und worin die Unterschiede zwischen Einsteiger-Montur und High-End-Bekleidung liegen, erfährst Du hier.

must-haves für jeden biker

Ausrüstung für Einsteiger

für ambitionierte biker

für pofessionelle biker

PFLICHT FÜR JEDEN BIKER: DIESE SCHUTZBEKLEIDUNG BRAUCHST DU FÜR DIE PRÜFUNG

Für Deine Führerscheinprüfung mit dem Motorrad der Klasse A, A1, A2 und AM – und natürlich auch schon während der Fahrstunden – besteht die Pflicht, geeignete Motorradschutzkleidung zu tragen. Deswegen brauchst Du folgende Ausrüstung:

  • passender Motorradhelm (nach ECE-R 22/05 geprüft)
  • Motorradhose
  • gut sitzende Motorradjacke
  • Rückenprotektor (nach CE-Prüfnorm 1621-2), falls dieser nicht in der Jacke integriert ist
  • Motorradhandschuhe
  • Motorradschuhe oder -stiefel mit ausreichendem Knöchelschutz

TIPP:

Einen Helm brauchst Du, daran ist nichts zu rütteln. Aber auch wenn Du abgesehen davon nach bestandener Führerscheinprüfung gesetzlich nicht dazu verpflichtet bist, Motorradbekleidung zu tragen: In der Vergangenheit gab es bereits Gerichtsentscheidungen, die einem verunfallten Motorradfahrer ein Mitverschulden zur Last legten. Das bedeutet konkret: Die Versicherung kann den Anspruch auf Schmerzensgeld und/oder Schadensersatz anfechten und ggfs. kürzen, wenn Du aufgrund ungeeigneter Bekleidung, eine vermeidbare Verletzung davongetragen hast.

BESTER SCHUTZ IN ALLEN PREISKLASSEN: DIE OPTIMALE MOTORRADBEKLEIDUNG VOM KOPF BIS ZU DEN FÜSSEN

Die Anforderungen an eine funktionelle und sichere Schutzbekleidung sind hoch. Neben dem passiven Schutz müssen Dich Jacke, Hose und Co. auch vor Witterungseinflüssen und dem Fahrtwind schützen und noch viel wichtiger: Jedes Bekleidungsstück muss optimal sitzen. Und auch die Optik sollte natürlich nicht zu kurz kommen wenn man schonmal so viel Geld in die Hand nimmt Aber keine Sorge: Bereits eine Kombination aus einem preiswerten Helm nebst Hose, Jacke und den passenden Schuhen erfüllt diese Punkte mit Bravour. Und selbst bei einem eng gesteckten Gesamtbudget von unter 1000 Euro musst Du auf Qualität und optimale Passform nicht verzichten.

AUSRÜSTUNG FÜR EINSTEIGER MIT SCHMALEM BUDGET:

Motorradhelm

Als Faustregel gilt: Motorradhelme aus einem thermoplastischen Werkstoff wie ABS oder Polycarbonat sind günstiger als Modelle aus Duroplast oder einem Verbundwerkstoff wie GFK oder Carbon. So findest Du bei POLO bereits für um die 100 Euro sichere und funktionelle Integralhelme etwa von NEXO oder von Shark Helmets die nach ECE-Norm 22-05 zertifiziert sind.

Ganz klar: Beim Thema Oberbekleidung scheiden sich die Geister. Doch im Vergleich zu einem legeren Motorradhemd bist Du mit einer robusten Jacke flexibler aufgestellt. Und wenn die erste Jacke nicht unbedingt aus Leder gefertigt sein muss: Im POLO-Shop findest Du hochwertige Textiljacken etwa von DXR mit Protektoren und/oder Protektoren Taschen schon zwischen 100 und 150 Euro.

Mehr als zwei Drittel aller Unfallverletzungen entfallen bei Bikern auf die untere Körperregion abwärts der Hüfte. Eine strapazierfähige und abriebfeste Hose, mit nach EN 1621-1 und EN 1621-2 zertifizierten Protektoren, ist aus diesem Grund sehr zu empfehlen. Auch hier muss es für den Anfang nicht unbedingt die teure und langlebige Lederhose sein: Optimalen Schutz vor Schürfverletzungen und Prellungen auf Top Niveau bieten auch Aramid- oder Kevlar-verstärkte Textil Hosen im Denim-Look. Haben wir für Dich da. Und das schon für knapp unter 100 Euro, zum Beispiel von Spirit Motors, FLM oder DXR.

Als Gesamtpaket bieten hohe Boots den besten Schutz für Schienbeine, Knöchel und Füße. Allerdings sind sie in puncto Laufkomfort nicht die beste Wahl. Alltagstauglicher und komfortabler sind Motorradschuhe. Sie glänzen mit einem höheren Laufkomfort und eignen sich auch für kurze Strecken zu Fuß. Hohe Stiefel im Super-Moto-Look von DXR, sowie Touren-Stiefel mit Schnallenverschluss von FLM gibt es bei uns schon zwischen 100 – 150 Euro. City-taugliche Schuhe im lässigen Sneaker-Look, etwa von FLM oder REV´IT für die kurze Ausfahrt in die Stadt oder in den Biergarten, kosten im POLO-Store oder Online-Shop zwischen 80 und 150 Euro.

Für die Grundausstattung fehlen nur noch die passenden „Fäustlinge“. Auch hier ist das Angebot vielfältig und die jeweiligen Modelle sind auf den Fahrertyp und den Grad der Beanspruchung abgestimmt. Die Bandbreite reicht von dezenten Lederhandschuhen von Spirit Motors für knapp 40 Euro bis hin zu stark gepolsterten und racingtauglichen Modellen mit verstärktem Knöchelschutz von Alpinestars für die Du ca. 100 Euro investieren musst.

KOSTEN:

Der Sweetspot für einen bezahlbaren Rundumschutz liegt somit im Bereich von 500 bis 600 Euro. Bei dieser Investition besteht dann auch kaum Gefahr, dass Du Dein Konto plündern musst, damit Du auf Deinem Bike sicher und gut angezogen bist.

FÜR DIE, DIE ETWAS MEHR WOLLEN: BEKLEIDUNG FÜR AMBITIONIERTE MOTORRADFAHRER

Motorradhelm

Wenn Du mehrere Tausend Kilometer pro Jahr im Sattel sitzt, ist ein komfortabler, funktioneller Helm das A und O. Da lohnt es sich dann auch, den ein oder anderen Euro mehr zu investieren.

Im Preissegment zwischen 200 und 400 Euro findest Du Bei POLO eine Reihe praktischer Klapphelme mit doppelter P/J Homologation sowie Integralhelme, die ab Werk eine Pinlock-Vorbereitung für ein beschlagfreies Visier mitbringen. Neben Klapphelmen aus Fiberglas, etwa von NEXO und Nolan, findest Du in dieser Preisklasse bereits Helme aus Carbon und Aramid, zum Beispiel von HJC für rund 350 Euro.

Nichts geht über Leder: Nach wie vor ist das Naturprodukt widerstandsfähiger und abriebfester als Jacken aus Textil. Auf den ersten Blick kostspieliger, punkten Lederjacken mit ihrer Langlebigkeit. Bei guter Pflege hält eine solche Lederjacke ein ganzes Biker Leben lang und kann auch nach einem Abwurf problemlos aufgearbeitet werden. Eine Investition mit Mehrwert die, langfristig betrachtet, Sinn macht.

Los geht’s in unserem Sortiment ab rund 200 Euro, etwa bei Modellen von IXS, DXR oder Spirit Motors. Möchtest Du Deine Lederjacke mit einer passenden Lederhose kombinieren und scheust die Kosten für eine Lederkombi? Für rund 350 Euro haben wir auch Lederjacken mit Verbindungsreißverschluss und praktischen, weitenverstellbarem Jackenbund im Angebot, etwa von FLM.

Für Schräglagen-Liebhaber und Gelegenheits-Racer: Biker die diesem Fahrertyp entsprechen benötigen ein besonders abriebfestes und strapazierfähiges Beinkleid. Auch in diesem Fall ist Leder oder ein Materialmix aus Textil und Leder besonders empfehlenswert.

Die klassische Lederhose in Schwarz, zum Beispiel von Spirit Motors mit Hüft- und Knieprotektoren findest du im POLO-Shop bereits ab 150 Euro. Modelle für Racer, die über Aufnahmen für Knieschleifer, Verbindungsreißverschluss zur Kombination mit einer Jacke, sowie über extra starke DIN ISO 4916 Nähte verfügen gibt es bei uns schon ab 300 Euro, etwa von FLM.

Wer lange und strapaziöse Touren auf der Reisenduro unternimmt und auf den bestmöglichen Schutz von Schienbeinen. Knöchel und Füßen schwört, benötigt Lederstiefel mit einem hohen Schaft. Neben der optimalen Ergonomie punkten hochwertige Boots mit einem durchdachten Verschlusssystem, einer verstärkten Zehen Box sowie einer hohen Torsionssteifigkeit.

In der Preisklasse ab 200 Euro besteht der Schaft in der Regel aus Leder oder wasserdichter Mikrofaser, wie etwa Stiefel von Alpinestars. Magst Du es lieber klassisch und aus Leder, möchtest aber weder auf Schutzwirkung und Optik verzichten, findest Du bei POLO auch stylishe Boots aus anschmiegsamem Rindsleder, zum Beispiel von Stylemartin für ca. 320 Euro.

Streift Deine Hand auf der Cross-Strecke die Vegetation, wirst Du einen verstärkten und schweißabsorbierenden Handschuh aus Känguru-Leder zu schätzen wissen. Aber auch Reisenduristen profitieren von den intelligenten Features eines hochwertigen Handschuhs: Ein integrierter Visierwischer sorgt auch bei Regen für Durchsicht und der großzügige Einsatz von Aramid und Superfabric schützt die Hände bei einem Abwurf zuverlässig.

Zu Preisen zwischen 150 und 250 Euro findest Du bei POLO Modelle, die diese Anforderungen erfüllen, etwa von Held oder REV’IT!

KOSTEN:

Etwas mehr von allem: Das macht sich bei hochwertiger Motorrad-Ausrüstung vor allem beim Materialeinsatz bemerkbar. Hier kommt Leder nicht nur ins Spiel, sondern sticht im Material-Quartett. Sicherlich keine Schnäppchen, aber dafür ist die Ausrüstung hinsichtlich Schutzwirkung, Haptik und Optik jeden Cent wert. Mit einem Budget zwischen 850 und 1500 Euro bist Du dabei und kannst Dir sicher sein, dass die Investition sich auch langfristig auszahlt.

LEDER SATT UND HELME AUS VERBUNDWERKSTOFF: DIE AUSRÜSTUNG FÜR PROFI-BIKER

Motorradhelm

Nur das Beste: Im Helmbereich geht dieses Mantra häufig einher mit dem niedrigsten Gewicht, der größten Funktionsvielfalt und einer perfekten Ergonomie.

Die Integralhelme dieser Klasse wissen auch Motorsportler zu schätzen. Für die Helmschalen kommen überwiegend, die leichtesten und widerstandsfähigsten Verbundwerkstoffe zum Einsatz. Natürlich spielt auch die Optik eine entscheidende Rolle: Aufwändige Dekore, wie bei der HJC Alpha Serie mit Marvell-Designs oder lässige, matte Farben des Shoei GT-Air II verleihen den Top Helmen der 600 Euro-Klasse einen besonderen Look.

Und natürlich sind die Modelle in diesem Preissegment keine Blender: Die exakte Passform, ein intelligentes Belüftungskonzept und hochwertige Materialien – innen wie außen – rechtfertigen den Preis. Vor allem dann, wenn ein Premium-Helm quasi unverändert so auch in der Moto-GP gefahren wird.

Wer es ernst meint und Biken nicht nur als den Weg zwischen zwei Eisdielen betrachtet, für den ist die Lederkombi das Maß der Dinge. Kurvenräubern auf Serpentinenstrecken oder von Curb zu Curb auf der Piste? Und das vorzugsweise auf einem Supersportler oder dem Super-Moto? Terrains und Bikes, auf denen sich eine Lederkombi wie zuhause fühlt. Wer es ernst meint und Biken nicht nur als den Weg zwischen zwei Eisdielen betrachtet, für den ist die Lederkombi das Maß der Dinge. Kurvenräubern auf Serpentinenstrecken oder von Curb zu Curb auf der Piste? Und das vorzugsweise auf einem Supersportler oder dem Super-Moto? Terrains und Bikes, auf denen sich eine Lederkombi wie zuhause fühlt.

Der Preis für den besten Schutz und ein Tragegefühl wie die sprichwörtlich zweite Haut? Im POLO-Shop ab knapp 700 Euro, z. B. für eine Kluft von REV´IT!, bis hin zum Top-Modell von Dainese für über 2000 Euro. Ok, für die meisten sicher overpowered. Aber wer das beste Hobby der Welt zu keiner Zeit auf die leichte Schulter nimmt, weiß den perfekten Schutz vom Hals bis zu den Füßen mehr als zu schätzen.

Mit dem giftigen Cross-Bike und ausgestelltem Bein quer durch die Kurve oder stehend auf der Reisenduro durch die Wüste in Marokko: Klingt nach Verletzungsgefahr pur und einem Hauch von Paris – Dakar. Für Marterstrecken und Kontaktgefahr mit anderen Piloten darf es aber auch untenrum robust und unkaputtbar sein. Da wundert es kaum, dass Deine Unterschenkel und Füße in Cross- und Enduro Stiefeln aus dem gehobenen Preissegment so sicher sind, wie in Abrahams Schoß. Sie stecken alles weg was dir unterhalb der Knie ins Gehege kommt und überzeugen mit einer hohen Torsionssteifigkeit und einer enormen Funktionalität.

Leder kommt bei Preisen ab 350 Euro aufwärts reichlich zum Einsatz, z. B. bei Modellen von SIDI, die für Crosser ausgelegt sind. Nahezu unverwüstlich und auch für längere Touren durch unwegsames Gelände geeignet, sind Schaftstiefel für Enduro Fahrer, etwa von REV´IT zu einem Preis von knapp 600 Euro.

Wenn Professionalität und Erfahrung an die Stelle von Ambitionen treten, müssen auch Handschuhe maximalen Schutz und Komfort bieten. Das schlägt sich auch im Preis nieder: Egal ob Du Deine Hände auf der Piste oder Cross-Strecke vor Verletzungen schützen möchtest.

Doch der Gegenwert für ein hochwertiges Paar Motorradhandschuhe, zum Beispiel von Alpinestars, ist hoch: In der Preisklasse ab 250 Euro besteht das Außenmaterial fast vollständig aus Känguruleder und auch die Sicherheitsfeatures können sich sehen lassen. An allen verletzungsgefährdeten Stellen sind die Oberflächen mit massiven Schleifern aus schlag- und abriebfestem TPU ausgestattet und das Gewebe des Innenhandschuhs besteht aus einem Aramid-Gewebe. Noch robuster sind Modelle ab 350 Euro aufwärts. Bei Handschuhen von Held kommt in dieser Preisklasse leichtes und verwindungssteifes Titan zum Einsatz – perfekt um die empfindlichen Handknochen selbst vor übelsten Schlag- und Stoß-Einwirkungen zu schützen.

KOSTEN:

Ist das noch Hobby oder schon professionell? Eine berechtigte Frage, denn die Ausrüstung im obersten Drittel der Preisskala hat es wirklich in sich. Gemacht für Enthusiasten und diejenigen, die den schmalen Grat zwischen Hobby und Professionalität überschritten haben. Dennoch: Wer 2000 Euro oder deutlich mehr Budget zur Verfügung hat, erhält auch einen hohen Gegenwert für sein Geld in Form von optimaler Schutzwirkung, perfekter Passform und höchster Funktionalität.